Für den Neubau der Nordamerikaanlage im Zoo Osnabrück wurde die Fa. Grüner Zweig mit der Dendrologischen Baubegleitung beauftragt, um den charakteristischen Baumbestand, bestehend im wesentlichen aus Rotbuchen, Europäischen Lärchen, Hainbuchen, Stieleichen und Sandbirken des als Waldzoo bekannten Osnabrücker Zoos auf einer Fläche von ca. 3,5 ha dauerhaft zu erhalten.

 

Der Baumbestand wurde vor Beginn der Baumaßnahme bildlich und nach den Aspekten der Verkehrssicherungspflicht in einem neu aufgesetzten, digitalen Baumkataster aufgenommen.

In Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber und dem Bauleitenden Landschaftsarchitekturbüro Drecker wurde nach Möglichkeiten gesucht, gleichzeitig den Baumbestand zu erhalten und den Anforderungen der Sicherheit an die zu errichtenden Gebäude und Gehege Genüge zu tun.
Hierfür wurde insbesondere unter Beachtung der RAS-LP 4, der DIN 18920 und der ZTV-Baumpflege 2017 besonders auf den Erhalt der Wurzelstrukturen, die Nicht-Überfahrung im Kronentraufenbereich, entsprechende Bodenmodulationsarbeiten und angepasste Leitungstrassenverläufe geachtet.
Zudem wurden zukünftige Wege verlegt, Wurzelschutzbrücken und Baumsubstrate eingebaut und Zaunanlagen in ihrem Verlauf und der Ausführung an die örtlichen Verhältnisse (z.B. zu erhaltende Starkwurzeln im Bereich des Untergrabeschutzes) angepasst.

Der Bauverlauf wurde fortlaufend dokumentiert und bei Bedarf Empfehlungen zur Änderung ausgesprochen.

Maßnahmen zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit an den bereits aus einer vorherigen Huftierhaltung vorgeschädigten Bäumen wurden nach einer artenschutzrechtlichen Überprüfung und der Freigabe durch die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Osnabrück zur Umsetzung vor dem geplanten Besatz der Gehege im Sommer 2017 gebracht.

Wir danken dem Zoo Osnabrück für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!