Am 06.12.2017 haben wir ‚die‘ Kastanie im Grünen Jäger unter Zuhilfenahme eines Autokrans gefällt.

Der Baum war bereits über den gesamten Sommer hinweg ohne Belaubung. Der Befall durch das Bakteriums Pseudomonas syringae pv. aesculi führte zusammen mit diversen weiteren Einflüssen, wie der Befall durch die Kastanienminiermotte, der suboptimale Standort in dem Gastraum zu einem Absterben der Kastanie.

Anzeichen für den Befall durch das o.g. Bakterium sind, dass der Baum  ‚blutet‘, d.h. es bilden sich zum Teil großflächige Verfärbungen an der Rinde. Des Weiteren ist der Befall erkennbar an den senkrecht verlaufene Risse im gesamten unteren Stammbereich. Diese o.g. Eintrittspforten am Stamm werden durch holzzersetzende Pilze genutzt und führen zu massiven Abbauprozessen (Weißfäule) im gesamten Holzkörper. Die Verkehrssicherheit des Baumes war in diesem Fall nicht mehr gewährleistet, da bereits schon diverse Äste aus der absterbenden Krone herauszubrechen drohten und somit eine Fällung nicht mehr abzuwenden war.

Unsere Mitarbeiter Harald Volkermann, Pedro Campos und Uwe Willms hatten an dem Tag zusätzliche Unterstützung von einem Autokran, so dass der Baum aus dem Gebäude gehoben werden konnte. Abschließend wurden die Wurzel mittels unserer Stubbenfräse ausgefräst und der Baum ist nun komplett verschwunden.

Gemäß Aussage unseres Auftraggebers ist ein Holzbildhauer & Tischler bereits engagiert worden, der aus dem Holz Möbel- oder Kunstobjekte herstellen soll, sodass uns die Erinnerung an den Baum noch weiter bewahrt bleiben wird.

Wir danken allen Beteiligten für Ihr Engagement und sind gespannt, was der Künstler und Holzbildhauer Franz Greife aus dem Holz ‚zaubern‘ wird 🙂