Baumkrankheiten

Eichenprozessionsspinner

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners kommen hauptsächlich an Eichen vor, weichen aber in starken Populationsjahren auch auf andere Bäume wie z.B. Hainbuchen aus.

Sie leben gesellig in Gruppen von 20 bis 30 Individuen und gehen hintereinanderfolgend – wie in einer Prozession (daher der Name) – auf Nahrungssuche. In den Ruhephasen und zur Häutung ziehen sich die Raupen in selbstgesponnene Nester zurück. Diese befinden sich häufig am Stamm oder unter Astanbindungen und können bis zu einen Meter groß werden.

Für den Menschen gefährlich sind die Brennhaare (Setae) des dritten Larvenstadiums des Eichenprozessionsspinners. Der Zeitraum dieses Larvenstadiums betrifft die Monate Mai und Juni. Jedoch besteht auch über die andern Monate eine anhaltende Gefahrenquelle, da die Larvenhäute nach der Häutung in den alten Gespinsten verbleiben, am Baum haften oder sich im Bodenbewuchs ansammeln.

Durch Luftverwirbelungen besteht also an befallenen Bäumen über Jahre hinweg und auch außerhalb des Raupenaufkommens die Gefahr durch die Brennhaare. Diese dringen leicht in die Haut und Schleimhaut ein und verbleiben dort mittels Widerhaken. Sie führen bei vielen Menschen zu starken allergischen Reaktionen auf der haut, an Augen und Atemorganen.

Mit einem Wirkungsgrad von bis zu 90% ist die Ausbringung von Bacillus thuringiensis in dem Zeitraum von Anfang April bis Mitte Mai das Mittel der Wahl. Dieses Bakterium wird auf die Blätter der Wirtsbäume aufgetragen und verursacht nach dem Fraß der Blätter das Absterben der Insektenlarven. Der Vorteil dieses biologischen Schädlingsbekämpfungsmittels ist, dass es selektiv wirkt, d.h. es schädigt keine anderen Insektenarten.

Nach dem o.g. Zeitraum kann die Bekämpfung der Raupen lediglich noch über ein fachgerechtes Absaugen erfolgen. Dies geschieht mit einem Industriestaubsauger mit entsprechendem Filter. Für  diese Arbeiten sind vollständig geschlossene Schutzanzüge und ein Atemschutz vorgeschrieben. Per Hubsteiger oder mittels Seilklettertechnik können herbei auch schwer zugängliche Bereiche erreicht werden.

Wir bekämpfen die Bestände des Eichenprozessionsspinners an jedem Standort. Der Einsatz unserer qualifizierten Baumpfleger und einer Hubarbeitsbühne garantiert Ihnen ein hohes Maß an Kompetenz und Einsatzstärke.

Gerne beraten wir Sie zum Thema Bekämpfung, Vor- und Nachsorge der befallenen Baumbestände.