Baum und Artenschutz

Baum und Artenschutz in den Regionen Osnabrück, Rheine, Bielefeld, Hamm, Dortmund und Münster: vielfältige Baumstrukturen

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Mit ihren vielfältigen Strukturen bieten Bäume vielen Tier- und Pflanzenarten, Pilzen, Flechten und Moosen eine wichtigte Lebensgrundlage. Neben ihrer Funktion als Sauerstoffproduzent gehen Bäume oftmals enge Lebensgemeinschaften (Symbiosen) mit Pilzen ein. So nehmen sie innerhalb des Naturhaushalts eine Sonderstellung ein.

Jeder Baum, ob und jung oder alt, ist als Habitat für Tiere, Pilze o.a. geeignet. Je größer bzw. älter ein Baum jedoch ist, desto mehr Strukturen und Lebensraummöglichkeiten weist er auf. Neben typischen Höhlenbäumen mit Fledermäusen und Vögeln als auffälligen und gut zu beobachtendenden Bewohnern, treten dabei auch Bäume mit unscheinbareren Strukturen wie Rindenquartiere, Frostrissen und Totholz als Lebensraum für Käfer und Insekten auf. Deswegen zählt für uns der Artenschutz jedes einzelnen Baumes. Hierzu ist unser Team in den Regionen Osnabrück, Rheine, Bielefeld, Hamm, Dortmund und Münster tätig.

Spannungsfeld Artenschutz-Verkehrssicherung

Oftmals sind sowohl bei der Durchführung von Maßnahmen zur Herstellung der Verkehrssicherung als auch bei Baumpflege-Schnitten artenschutzfachliche Belange betroffen.

Geprüfter Sachkundiger

So werden Gehölzschnittmaßnahmen oftmals innerhalb der Vegetationsperiode durchgeführt, um die Gesundheit der Bäume zu erhalten. In diese Zeit fällt jedoch auch das Hauptbrutgeschäft bzw. die Fortpflanzungszeit vieler Tierarten, so dass diese von den Eingriffen betroffen sein können.  In den Wintermonaten können Tiere durch die Schnittmaßnahmen in ihrer Winterruhre gestört werden und ihre Winterquartiere verlieren.

Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben führen wir betriebsintern, fachkundig mit unseren Baum- und Artenschutz- Sachkundigen folgende Leistungen in den Regionen Osnabrück, Rheine, Bielefeld, Hamm, Dortmund und Münster aus.

Unser Leistungsprofil zum Thema Artenschutz und Baum

  • Sichtung und Bewertung des Habitatpotenzials
  • Erfassung und Definition der Habitatbaumstrukturen
  • Artenbestandserfassung am Baum
  • fachliche Empfehlungen für Vermeidungs- und Ausgleichskonzepte
  • Betreuung und Durchführung naturschutzrechtlicher Prüf- und Antragstellungsverfahren
  • Monitoring von Bäumen unter Artenschutz-Gesichtspunkten
  • Schaffung von Ersatzstrukturen wie Nisthilfen
  • Baumhöhlenkontrolle mittels Endoskop-Kamera unter Einsatz von Seilklettertechnik und Hubsteiger

Gesetzliche Regelungen

Zum Schutz von Tieren und Pflanzen hat die EU über zwei Richtlinien  Schutzinstrumente eingeführt: Das Schutzgebietssystem NATURA 2000 sowie die strengen Bestimmungen zum allgemeinen Artenschutz.

Die artenschutzrechtlichen Vorschriften betreffen dabei sowohl den physischen Schutz von Tieren und Pflanzen als auch den Schutz ihrer Lebensstätten. Sie gelten gemäß Art. 12 FFH-RL für alle FFH-Arten des Anhangs IV. Anders als das Schutzgebietssystem NATURA 2000 gelten die strengen Artenschutzregelungen flächendeckend – also überall dort, wo die betroffenen Arten vorkommen.

Die Vorgaben der FFH-Richtlinie werden durch das Bundesnaturschutzgesetz in nationales Recht umgesetzt. Dabei soll unter anderem der „Günstige Erhaltungszustand“ der Arten gem. Artikel 1 der Richtlinie 92/43/EWG als Gradmesser dienen: „Der Erhaltungszustand wird als „günstig“ betrachtet, wenn aufgrund der Daten über die Populationsdynamik der Art anzunehmen ist, dass diese Art ein lebensfähiges Element des natürlichen Lebensraumes, dem sie angehört, bildet und langfristig weiter bilden wird, das natürliche Verbreitungsgebiet dieser Art weder abnimmt noch in absehbarer Zeit vermutlich abnehmen wird und ein genügend großer Lebensraum vorhanden ist und wahrscheinlich weiterhin vorhanden sein wird, um langfristig ein Überleben der Populationen dieser Art zu sichern.“

In § 44 (1) BNatSchG ist ein umfassender Katalog an Verbotstatbeständen aufgeführt. So ist es beispielsweise untersagt, wild lebende Tiere der besonders geschützten Arten zu fangen, zu verletzen oder zu töten sowie ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören. Ebenso dürfen ihre Fortpflanzungs- oder Ruhestätten nicht beschädigt oder zerstört werden. Bei den streng geschützten Arten gilt zusätzlich ein Störungsverbot.

Wenn Sie noch weitere Fragen zum Thema Artenschutz und Baum haben, können Sie uns gerne kontaktieren. Sie finden uns in den Regionen Osnabrück, Rheine, Bielefeld, Hamm, Dortmund und Münster und unter der Telefonnummer 0 5482 – 92 90 400. Wir geben gerne Auskunft und freuen uns auf Sie.